Segeln am See oder im Meer

Segeln am See oder am Meer 300x225 Segeln am See oder im MeerZum Segeln eignet sich der Brombachsee hervorragend, doch wer es auch einmal auf einen spannenderen Trip anlegt, der sollte sich auch mal die nordfriesischen Inseln ganz im Norden Deutschlands anschauen.

Der Brombachsee

Der Brombachsee ist ein Stausee südlich von Nürnberg, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Gespeist wird er größtenteils durch das Wasser der Altmühl, welches vom Altmühlsee herangeführt wird. Das Seewasser des Brombachsees wird eigentlich dazu genutzt, um die Niederwasserverhältnisse im mittelfränkischen Raum zu verbessern. Abgesehen davon eignet er sich wunderbar zum Jollensegeln oder zum Segeln mit kleinen Kielbooten und Strand-Cats. Allerdings kann es in der Region auch passieren, dass es an wirklich heißen Tagen komplett windstill ist. Wenn der Wind weht, dann hauptsächlich aus Süd-West-Richtung und das auch ziemlich stark, deswegen sind am Brombachsee auch oft Wind- und Kitesurfer anzutreffen. Die Witterungsbedingungen sind manchmal so heftig, dass um den See mehrere Starkwind- und Sturmwarnleuchten verteilt werden und Wasserstandsänderungen von zwei Metern im Laufe eines Jahres durchaus möglich sind. Da der Brombachsee aber ungefähr dreißig Meter tief ist, stört das nicht weiter beim Segeln. Außerdem gelten die flachen Wasserbereiche als Naturschutzgebiet und dürfen nicht befahren werden.

Weiterführende Informationen für Segler

Die Gewässer bestehen aus dem Kleinen und dem Großen Brombachsee. Leider besteht keine Möglichkeit, mit einem Boot vom einen in den anderen zu gelangen, weil beide durch einen Damm voneinander getrennt sind. In Ramsberg befindet sich jedoch ein Haupthafen, der Kran- und Slipmöglichkeiten für Tagesgäste bietet. Letzteres findet man auch in Absberg, Enderndorf und Pleinfeld. Seit 2011 verfügt auch der Hafen Langlau über einen Kran. Das Übernachten auf den Booten ist grundsätzlich erlaubt, allerdings braucht man für Modelle mit Verbrennungsmotoren eine Sondergenehmigung. Wer sich ein Boot leihen möchte, sollte wissen, dass die ansässigen Segelbootverleihe einen Sportbootführerschein oder einen Katamaranschein als Befähigungsnachweis voraussetzen. Die Ausleihe ist von April bis Oktober möglich.

Die nordfriesischen Inseln

Wer lieber das nordische Meerfeeling genießen und ein bisschen mehr Action haben möchte, der sollte die nordfriesischen Inseln vor der Westküste Schleswig-Holsteins besuchen. Dazu kann man sich zum Beispiel ein Ferienhaus auf Amrum oder eine Wohnung auf Sylt mieten. Auf den Inseln Föhr und Amrum kann man sogar Sandstrände genießen. Trotzdem sollte man sich auf kühlere Temperaturen gefasst machen. Da der Wind auf den nordfriesischen Inseln häufig aus westlicher Richtung weht, ist er mit Salz und Feuchtigkeit angereichert. Der Seegang ist dennoch eher ruhig, da die Inseln durch Japsand, Norderoogsand und Süderoogsand geschützt werden. Durch die starken Gezeiten und die Flachwassergebiete in Küstennähe ist die Nordsee ein wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als die Ostsee oder das Mittelmeer. Es ist also unabdingbar, sich auf schlechte Witterungsbedingungen einzustellen.

Bildnachweis: © dacha – Fotolia.com

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